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Das Sohmen – Tankerimperium mit Saubsdorfer Wurzeln!
Die Sohmen Familie war in Saubsdorf Haus Nr. 47 mindestens seit dem 17. Jahrhundert ansässig. Isidor Sohmen, geb. am 11. 11. 1898 in Saubsdorf, zog zwischen den beiden Weltkriegen nach Linz, dort kamen auch seine Kinder zur Welt. Der 1939 in Linz geborene Helmut Sohmen hatte 1967 die Tochter des Hongkonger Selfmade-Tankerkönigs Y. K. Pao geheiratet und das Schiffsimperium zur größten Tankerflotte ausgebaut, die heute Norway's largest shipping company, Bergesen Norwegens größte Reederei einschließt. Sohmen blieb im britischen und heute chinesischen Hongkong aus Prinzip österreichischer Staatsbürger. Dr. Helmut Sohmen gehört dem Internationalen Beratergremium des österreichischen Bundeskanzlers an und ist ein gerne, sowie viel gehörter Redner, Kommentator und Interviewpartner in aller Welt. Dass für Dr. Sohmen eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und dem asiatischen Raum von eminenter Bedeutung ist, geht nicht nur aus seinen zahlreichen Reden, Interviews und Zeitungsartikeln zu diesem Thema hervor. Es ist vor allem das diesbezügliche, große persönliche Engagement des "Predigers aus Hongkong", das beeindruckt. Allen Funktionen voran, sei hier die 1995 seitens der EU-Kommission erfolgte Nominierung Dr. Sohmens in die "Eminent Persons Group", einem 16 Personen umfassenden Beratungsgremium der beiden Wirtschaftsblöcke EU und ASEAN, erwähnt, dessen Ziel es ist, Strategien und Vorschläge für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern zu erarbeiten. Darüber hinaus ist Dr. Helmut Sohmen auch in Organisationen des pazifischen Wirtschaftsraumes engagiert. So wurde er 1996 - in Anwesenheit der Präsidenten Clinton, Ramos und Zedillo - Stellvertretender Vorsitzender des "Pacific Basin Economic Council" (PBEC). Diese Organisation ist der privatwirtschaftliche Gegenpol zu APEC und spielt mit 1300 Unternehmensmitgliedern aus den verschiedensten pazifischen Staaten (von Nord- und Südamerika angefangen bis hin zu Australien, Rußland, China etc.) eine wichtige Rolle hinsichtlich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der pazifischen Staaten. Der Grund für das vielfältige Engagement Dr. Sohmens auch außerhalb seiner unmittelbaren Tätigkeit als Chairman von "World-Wide Shipping" liegt in dessen beruflichem und privatem Werdegang, der nach der Schulzeit in Linz und dem Studium der Rechtswissenschaften (Universität Wien) in Amerika begann. Was heute oft als Selbstverständlichkeit gilt, war damals in dieser Intensität ein Novum: Sohmen war sowohl während seines Studiums, als auch danach insgesamt dreimal an nordamerikanischen Universitäten, um zum "Master of Comparative Law" sowie zum "Master of Law" zu graduieren. Der Heirat mit seiner Frau Anna, die Sohmen während seines Studiums in Kanada kennen gelernt hatte, folgte der Einstieg ins Berufsleben als Rechtsberater der "Royal Bank of Canada", Montreal. Doch wenige Jahre später ging die Familie Sohmen nach Hongkong, wo Dr. Sohmens Schwiegervater, Sir Yue-Kong Pao, eine der größten Reedereien der Welt besaß, in deren Geschäfte Sohmen nun einstieg. Dazu Dr. Sohmen in einem Interview: "Ich habe erst nachträglich erfahren, dass ich eine ganze Familie geheiratet habe". Nach Stationen auf den Bermudas (1974) und London (1977) lebt Dr. Sohmen seit 1981 endgültig in Hongkong, wo er seit 1986 der Reederei "World-Wide Shipping Agency Ltd." als Chairman und President vorsteht sowie zudem verschiedenste politische Ämter innehat. Darüber hinaus ist Dr. Sohmen Vorsitzender der Hongkong Austrian-Association. Neben Auszeichnungen der Republik Österreich und des Bundeslandes Oberösterreich sowie der Ernennung zum Officer of the Most Excellent Order of the British Empire (1990) wurde Dr. Sohmen vom "Weltbund der Österreicher im Ausland" zum "Österreicher des Jahres 1995" gewählt. Auch von seiner Heimatstadt wurde Dr. Sohmen geehrt: er erhielt 1995 das Große Goldene Ehrenzeichen der Stadt Linz". Aus dem "einsamen Rufer in der Wüste" ist ein Berater geworden, auf den nicht nur der österreichische Bundeskanzler hört, sondern auch maßgebliche Teile der europäischen Wirtschaft und Politik, deren vorrangiges Ziel es ist, die Zusammenarbeit zwischen Europa und dem Fernen Osten zu intensivieren. Dass die Sohmen-Fernost-Stiftung dazu ihren Beitrag leisten konnte, dafür ist dem Stiftungspräsidenten herzlich und aufrichtig zu danken!
Franz Kretschmer, geboren am 21. 11. 1920 in Saubsdorf, besuchte die Grundschule in Saubsdorf und erhielt anschließend in der Staatsfachschule für Steinbearbeitung in Saubsdorf eine Ausbildung zum Steintechniker und Bildhauer. Seit dem Sommer 1938 arbeitete er in einem großen Steinbetrieb in Breslau. 1940 wurde er zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Als Funker einer Panzer-Nachrichtenabteilung war er anfänglich in Frankreich und dann an der Ostfront beim gesamten Russlandfeldzug bis kurz vor Moskau eingesetzt. Nach dem verlustreichen Rückzug, einer dramatischen Flucht vor den Russen über die Elbe und kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft kam er schließlich im September 1945 nach Österreich in das Marmordorf Adnet, seine zukünftige Heimat. Bis zu seiner Pensionierung 1981 arbeitete er nun als Steintechniker in einem Marmorwerk in Oberalm im Salzburger Land. Er entwarf Steinarbeiten für kirchliche und weltliche Bauvorhaben, Grabsteine, Denkmäler und Brunnen. Für seine Mitarbeit am Wiederaufbau des im Krieg schwer beschädigten Salzburger Domes erhielt er 1959 das silberne Verdienstkreuz der Republik Österreich. Überaus kunst- und geschichtsinteressiert verfasste er das Adneter Heimatbuch „Marmor aus Adnet“, in dem er die Entstehung des Marmors, die künstlerische Verwendung in den unterschiedlichen Stilepochen und die Verbreitung dieses roten Marmors, zum Beispiel bis Krakau und Wilna, beschrieb. Er gestaltete den Marmorlehrpfad in den alten Adneter Steinbrüchen, unternahm öffentliche Führungen durch diese Brüche und gründete schließlich das Adneter Marmormuseum. Dessen Kustos blieb er bis zu seinem Tod. Viele Fachleute und Interessierte suchten ihn dort wegen seiner Kenntnisse über den Marmor und dessen Entstehungsgeschichte auf. Für diese umfangreiche Kulturarbeit wurde er 1996 mit dem silbernen Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet. Darüber hinaus filmte er seit den 50er Jahren viele lokale Ereignisse in Adnet. Franz Kretschmer starb am 24. 6. 2003 ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau in Adnet.
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