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Das erste Treffen der Saubsdorf er fand gemeinsam mit den Niklasdorfern am 29. April 1948 in Buchloe statt.
Nochmals mit den Niklasdorfern waren wir 1949 und 1950 zusammen in Buchloe.
Im September 1951 waren wir in Schongau. Das war das erste Treffen unserer Gemeinde allein.
Das nächste Treffen fand wieder in Buchloe statt. 1962 fiel das Treffen wegen
dem ersten Kreistreffen in Ulm aus. Buchloe war von nun an der feste Treffpunkt der Saubsdorfer.
Ein Festtag des Heimattreffens wurde der 13. August 1960. Die Stadt Buchloe übernahm in einer
Feierstunde im Kolpinghaus die Patenschaft über Saubsdorf. Etwa 250 Saubsdorfer waren der
Einladung freudig gefolgt.
Die Stadtkapelle von Buchloe holte die Saubsdorfer vom Jägerhaus ab und begleitete den ansehnlichen
Zug zur Pfarrkirche. Den Festgottesdienst hielt Herr Stadtpfarrer Spies. In seiner Ansprache stellte er
besonders das friedliche Beginnen dieses Tages heraus, in dem eine Gemeinde im Lichte des Glaubens
die Heimat sucht, die ihr geraubt wurde. Die Kirche war besonders schön geschmückt.
Nach dem Festgottesdienst fand auf dem Friedhof am Mahnmal die Totenehrung
mit einer Kranzniederlegung statt.
Anschließend folgte die Feier im Kolpingsaal. Bis auf den letzten Platz war der Saal gefüllt.
Obmann Karl Müller der SL Buchloe begrüßte die Ehrengäste, unter denen sich, die Bürgermeister
von Buchloe und Saubsdorf, Stadt- und Kreisräte, sowie der ehemalige Freiwaldauer Kreisheimatpfleger
befanden. Nach einer musikalischen Einleitung des Salonorchesters erfolgte die Patenschaftsübernahme
durch Bürgermeister Uebele. "Die Stadt Buchloe folgte mit diesem Akt der Verbundenheit mit den
Heimatvertriebenen dem Beschluß des Bundeslandes Bayern, das die Patenschaft für das Sudetenland
übernommen hat." Er hob hervor, daß wir uns das Leben im Kleinen erträglich machen und einander
helfen wollen. Unter herzlichen Worten der Verbundenheit überreichte Bürgermeister Uebele im Auftrage
des Stadtrates von Buchloe die Patenschaftsurkunde an unseren letzten Bürgermeister, Franz Herbst.
Der Wortlaut der Urkunde ist: Die Stadt Buchloe übernimmt die Patenschaft für die in der
Gemeinde Saubsdorf, Kreis Freiwaldau, Ostsudetenland, vertriebenen Deutschen.
Ihnen soll Buchloe zur zweiten Heimat und zum Hauptort für Pflege und Wahrung ihrer heimatlichen
Überlieferung werden. Bürgermeister Franz Herbst erwiderte: "Wir sind der Stadt Buchloe, in der wir
uns das elfte Mal trafen, dankbar, daß sie uns zu ihrem Patenkind machte.Nun besitzen wir einen
Mittel- und Sammelpunkt."
Als Gegengeschenk überreichte unser Bürgermeister ein Aquarell von Saubsdorf, darstellend das Mitteldorf
mit Blick vom Dickeisberg zum Niederberg. Zuletzt sprach unser Kreisbetreuer, Karl Bittmann:
"Wenn uns auch Geborgenheit umgibt, so wollen wir das Recht auf unsere Heimat stets bewahren!"
Ein geschichtlicher Überblick zu unserem Schicksal, an dem wir keine Schuld tragen, brachte
Tatsachen hierzu in Erinnerung. Auch er dankte der Stadt Buchloe für die Patenschafts-übernahme.
Die Feierstunde fand den Ausklang mit einem Menuett von Josef Haydn. Die Stadt Buchloe hatte
alles getan, daß es ein festlicher Tag wurde. Ebenso unterstützte uns bei den Vorbereitungen
die SL Buchloe.
Ein großes Modell des Altvaterturmes sowie Bilder von Saubsdorf brachten uns der Heimat besonders nahe
Seit diesem denkwürdigen Tage haben wir uns bis heute jedes Jahr, außer 1962, immer wieder in
Buchloe getroffen. Eine "Saubsdorfer Straße" erinnert an die Patenschaft.
In unserem Heimatbuch wollen wir der Stadt Buchloe nochmals danken, daß sie uns eine zweite Heimat
gegeben hat. Heimatliebe wollen wir auch der Stadt Buchloe schenken.
Beim Heimattreffen am 8. Juli 2006 konnte der Ortsbetreuer Ernst Osterried dem Buchloer Bürgermeister
Josef Schweinberger die Dankurkunde für vorblildliche Patenschaft überreichen.
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