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Kinderfeste
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Zu den beliebten Waldfesten gehörte auch das vor allem von den Kindern geliebte Kinderfest bei der Spitzsteinbaude. Hier gab es einen Kletterbaum, bei dem die

Buben für einen kleinen Obulus ihre Kletterkünste zeigen konnten und vom Kranz oben viele bunte Sachen greifen konnten. Es gab „Heidelbeer - Streeslkucha“,

bei dem ein Geldstück eingebacken war. Der schnellste Esser erreichte das Geldstück und durfte es behalten. Die größte „Gaudi“ dabei waren natürlich die blau

beschmierten Münder: Zum Trinken gab es das beliebte „Krachala“. Mit Ringwerfen, Lanzenstechen, Sackhüpfen und ähnlichen Belustigungen kam für die Kinder

keine Langeweile auf. Auch ließen sie Luftballons steigen, wessen Ballon am weitesten flog, erhielt einen Preis. Die Erwachsenen konnten inzwischen die herrliche

Aussicht vom Spitzstein, zum Altvater und über das Bieletal genießen, oder im Berginnern die Tropfsteinhöhle bewundern. Auch konnten sich die Männer beim

Tontaubenschießen die Zeit vertreiben.

Den Abschluß der Sommerfeste bildete die Sonnwendfeier am Dickelsberg und das Fest der „Haferbraut“. Diese war immer ein verkleideter Mann, den viel Fußvolk

mit Sensen, Rechen und Gabeln begleitete. Alle Feste wurden von den Saubsdorfern ehrenamtlich organisiert und vorbereitet unter dem Motto: „Saure Tage –

frohe Feste“.

 

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Theateraufführungen im Advent

Die Adventszeit war daheim auch eine hohe Zeit für Theaterspiele der Kinder aus der Spielschule, wie damals der Kindergarten bezeichnet wurde.

Dank der ausgezeichnet von Ordensschwestern geführten Einrichtung, mit pädagogisch gut geschulten Kräften, bis zu Kriegsbeginn und später mit weltlichen Betreuerinnen, war es möglich, anspruchsvolle Aufführungen zu gestalten. Zuerst galt es geeignete Stücke zu finden, bzw. zu schreiben, die dann die Grundlage für diese Darbietungen bildeten.

Sie hatten christliche Inhalte, aber auch solche, die von Märchen und anderen Geschichten abgeleitet worden waren. Für Kinder im Vorschulalter, die noch nicht lesen konnten, mußten die Texte direkt eingeübt werden, eine besondere Herausforderung für die Schwestern. Nicht weniger aufwendig war das Lernen der Bewegungs- und Handlungsabläufe bei den Stücken.

 

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