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Geschichte3

Hans Fitz 6 R, Caspar Sohmen 9 R, Christof Riedel 6 R, Bafzer Schmied 3 R, Martin Moor 6 R. 18 Hüben l Rute. 24 Gärtner und , Angerhäusler.

Vier Steinbrecher zum Kalkbrechen: Schrom, Klein, Beyer, Ehrlich, keine Hofarbeit; Jede Hube l fl. Robotgeld.


Die Borkendorfer Wiese muß von den Borkendorfern bebaut werden.


3 Ruten zahlen 12 kr, 6 Ruten 24 kr., 9 Ruten 36 kr. Zins. Alle Bauern zusammen 182 Stück Zinshühner oder statt diesen 18 fl. 12 kr.


Die noch restlichen Oberhofäcker werden an Unterthanen vermietet. In den 2 Kalköfen dürfen die Bauern brennen. Zahlen für den Ofen 36 kr.

Zins. Sie müssen auch dafür Holz- und Steinfuhren gegen Entgeld leisten.


Alle drei Dörfer haben die Robot beim Vorwerk Saubsdorf. Wächter stellen, Schaafscheren, Jagd gehen. Die Gärtner schlagen jeder 4 Klafter Brennholz

und stellen einen Boten. 12 Scheffelgärtner säen, Unterthanen, die in eine fremde Herrschaft wollen, müssen vom Amt in der Neisse die Bewilligung erhalten

und dort den Loskauf zahlen.


1651 Die Kirche: Sie ist von Stein mit hölzerner Innendecke und ; ebensolchem Dach. Sie ist geweiht zu Ehren der unbefleckten Empfängnis.

Sie enthält 3 Steinaltäre, aber stark beschädigt, ohne Allerheiligstes. Der Pfarrer von Gr. Kunzendf. erhält für den, drei mal des Jahres zu haltenden

Gottesdienst von der Gemeinde 12 Th. und von dem Vorwerk 2 Th. Der Pfarrschreiber (und Schulmeister) vom Vorwerk ½ Scheffel Korn,

von der Gemeinde einen imperialis (Kaisertaler), Spenden zu : Neujahr, Ostern und Kirchweih, 36 Brote jährlich, den dritten Teil der Accidentien und das

Läutegeld. Kirchvater ist Georg Lux. Kirchenvermögen 20 Th. und außerdem noch Gelder, die an Bauern ausgeliehen sind.

Der Hauptmann von Freiwalde wird gebeten, sie eintreiben zu helfen, damit davon die Kirche wiederhergestellt werden kann. Visit, Prot.


1666 Die Kirche ist noch nicht geweiht und soll zu Ehren der hl. Hedwig erbaut sein. Eine alte Sculptur, die hl. Jungfrau darstellend, ist am Hauptaltar.

Daneben eine einfache Kanzel, Die Sakristei gewölbt aber ohne Geräte. Visit. Prot.


1585 Decem: dem Herrn Petro Polino, Pfarrherrn zu Kunzendf., durch klärlichen Beweis des alten Christof Pafor und sein Selbstregister ist gegeben

worden 1/8 Bier., Anstatt dessen ihm aber jetzt gegeben wird l Th. 12 gr, Rchb.


1671 Dem Pfarrer von Kunzendorf vom Hof 2 Scheffel Korn. Dem Schulmeister zu Saubsdorf als Wettergarbe 2 Viertel Korn. Rchb.


1634 Die vier Steinbrecher von Saubsdorf bekommen vom Bischof einen Schutzbrief, der sie von aller Hofarbeit befreit. Gdb.


1672 Bistumeinnahme in Saubsdorf: Erbzinsen 58 fl. 56 kr. Kalk Einnahme 240 fl. Zinskapauner 54 kc. Zinshühner 18 fl. Mietzinse von Äckern

beim Goldgraben und anderswo. Rchb.


1650 Von dem Wolf dem Hürdner ein jährlich Sau genommen. Wolle verkauft den Tuchmachern von Schönberg. Rchb.


1697 Spinngeld von den Hausleuten Personen 67: 10 fl. 3 kr. Hühner 182 Stück oder 18 fl. 12 kr. Mietungszinse für Äcker und Wiesen 20 fl. 30 kr. Rchb.


1710 22 Zinsbauern, 22 Gärtner und 25 Auenhäuseln in Saubsdorf. Rchb.


1722 Der Unterthanen Steuerbekenntnis.


Summa aller, bei den Unterthanen Saubsdf. befindlichen steuerbaren Realitäten Nutzung 183 Th. 3 gr. 4 ½ hl. Kapital 1526 Th. 3 gr. l ½ hl.


Unterthaner Spezifikation: Die Unterthanen besitzen wohl Gärten, aber ohne Obst und brauchen solche zur höchst nötigen Fütterung fürs Vieh.


Die Mahlmühle ist dem Müller eigentümlich, mahlt mit einem Gang, Zuschutz aus einem kleinen Teichel, so von Wasser, das von Bergen kommt,

Anlauf hat, zinst 20 gr. 12 hl.


Der Kretscham schenkt Freiwaldauer Schloßbier, Hier kein Bräu-Urbar noch Branntwein-Brennen.


Keine Teiche. Die Waldung gehört fürstl. Durchlaucht und seind nur 3 Pauern, so etlich kleine lebendig Holz besitzen, die aber nicht 1/80

einer Stollberg betraget. Franz Ehrlich, Scholz allda, haltet mit dem Schuhmacher, Schmied und Fleischer 13 Kühe. Die Pauern halten zusammen

130 Stück, die Gärtler 34 Stück und 5 Ziegen.


Franz Ehrlich, der Scholz sät aus 4 Malt 8 Scheff. Georg Bayer 3 M. 18 Seh., Christof Stöhr 8 Seh., Franz Becke 8 Seh., Georg Katzer l M.,

Adam Franke 7 Seh., Balzer Franke 7 Seh, Georg Kirchner l M. 3 Seh., Kaspar Becke l M. 2 Seh., Kaspar Werdecker 2 M. 10 Seh., Tobias Klein 7 Seh,,

Kaspar Klein l M. 2 Seh., Melchior Priemer l M., Elias Martin 2 M. 8 Seh., Melcher Schrotfi 2 M. 6 Seh, Johann Fietz 2 M. 8 Seh., Kaspar Tremer l M.

4 Seh., Martin Hornig 2 M. 6 Seh., Kaspar Werdecker 7 Seh., Andreas Klein 6 Seh., Heinrich Becke 8 Seh , Rosine Kirchnerin 6 Seh., Martin Franke 5 Seh.,

Georg Werdecker 2 M. 3 Seh., Hans Herbst 2 M. 4 Seh., Hans Grünweber l M., Hans Bayer 2 M. 4 Seh., Christian Sohmen l M, 11 Seh., Kaspar Sohmen 2 M.

2 Seh., Anna Maria Wiesnerin 7 Seh., Hans Georg Rother 8 Seh. Georg Obet I M. l Seh." Michel Werdecker l Seh.


Unterschrift: Hans Ehrlich, Scholz, Hans Fietz, Kaspar Werdecker, Ratleute.


1733
Franz Ignatz Ehrlich verkauft die Scholtisei init allen Gerechtsamen und den Oberhof seinem Sohne Johann Franz. Gdb.


1731
Franz Ignatz Ehrlich hat seine Schmiede neben dem Kretscham verkauft an Heinrich Bayer Georg Ehrlich, churfürsti. Schaffer, Zeuge Gdb.


1744 Es verkaufet ein hochfürstl. Amt in Freiwalde dem ehrbaren Franz Ehrlich, Erb- und Freischolzen zu Saubsdorf, für ihn und Erben die durch

viele Jahre an Saubsdorfische Unterthanen vermieteten, zum hochfürstl. Meierhof gehörigen und von ihm weit entlegenen Ackerstücke beim großen Stein,

+welche am Oberorfe an dem sogenannten Goldgraben nebst der fürstl. Hofewiese, am Niederende aber an Melcher Priemer und seitwärts an

Michel Werdeckers Bauerngüteln zu Saubsdorf, gegen Sandhübel aber an Anton Schroths Bauernstelle gelegen und an den Goldgraben schlüßend,

mit dem, auf dem sogenannten großen Stein befindlichen Strauchwerk und Gräserei und Holze mit derjenigen Freiheit, Gerechtigkeit und Nutzbarkeit

ohne alle Robot und sonstige Gemeindeabgaben erb- und eigentümlich, wie solche die Landesfürsten und Bischöfe zu Breslau zeit über genossen

und gebrauchet haben. Jedoch mit dieser ausdrücklichen Reservation, daß der sogen, große Stein mit denen darin befindlichen Berggruben,

Kallichstein, Kallichurbar und ansonstige hohe und niedere Landesfürstliche Regalia ihrer hochf. Eminenz und dem hohen Bistum intakt verbleiben sollen.

Zudem soll Franz Ehrlich und Nachfolgern ohne ausdrücklichen Konsens des hohen Bistums mit nichten erlaubt sein, auf solche Ackerstücke Häuser zu baun,

sondern sollen sie in der Natur eines Ackers beständig und unzertrennlich bei der Freyen Erbscholtisei in Saubsdorf verbleiben und separatim niemals

verkauft werden.


Für diese erkauften Vorwerks Ackerstücke verspricht Käufer 600 Gulden rheinisch baar zu erlegen und jährlich Termin Michaelis zu einem

beständigen Erbzins 8 Guld. rhein. in die Saubsdorfischen Renten abzugeben. Dagegen soll er und Nachfolger von aller Hofarbeit, Gemein Gaben und

sonstigen Anlagen ganz frei sein. Wenn aber von Ihrer königlichen Majestät dem Bischofsvorwerk daselbst einige Steuern aufgebürdet werden möchten,

so ist Käufer und Nachkommen Schuldig, einen Teil zu übernehmen.


Unterschrift: Georg Franz von Smeskal und Domanowitz, Regierungsrat zu Weidenau und Hauptmann zu Freywaldau. Gdb.


1744 Johann Franz Ehrlich kauft außerdem noch vom Bischof das, zum bischl. Fohrwerk Saubsdorf gehörige Stück Acker, die Oberschaar genannt,

negst der Sandhübler Grenze, an Michel Werdeckers und Hans Schmiedes Bauerngüteln gelegen, wo die Landstraßen dazwischen geht,

gegen einen Kaufschilling von 50 Gulden rhein. Gdb.


1751 erwarb derselbe Scholze auch noch das Kalkurbar und die Branntweinbrennerei. Nun konnte der Scholz den Steinbruch, der auf dem Boden

seines Oberhofes lag, endlich selbst nutzen. Hatte er doch oft Schaden gehabt durch das Zu- und Abfahren und die Arbeiten.


1711 war den Scholzen deshalb schon der Zins für den von ihnen gebrannten Kalk .ermäßigt worden, Rchb.


1734 Mietungskontrakt über das Fohrwerk Saubsdorf auf 3 jähre für Franz Ehrlich, Erbscholz, Kaspar Weidecker, Joh. Georg Ehrlich und

Georg Johann Rother. Sie mieten das Cameralforwerk samt den, bis anhero dazu gehörigen Nutzungen, An- und Zugehörungen.

Mit Roß- und Fußroboten. Im Wald haben sie nichts zu reden. Bekommen nur 72 Klafter Brennholz im Jahr. Dürfen kein Getreide verkaufen.

Obstgärten im Stand halten, Gesinde so zahlen wie jetzt. Dem Pfarrer Dezem geben 2 Scheffel Korn altes Maß, dem Schulmeister 2 Viertel Korn.

Mietungsgeld 800 Guld. rhein. Inventar: 24 Kühe, 302 Schaafe, 18 Gänse, 34 Hühner. Ausgesätes Getreide: l Mal. Weizen, l Mal. 4 Schefl. Korn,

2 Mal 19 Schefl. Gerste, 9 Mal. 6 Schefl Haber, l Scheff, Leinsamen. O.A.D.A.


1765 verkauft Franz, Ignatz Ehrlich die Erbscholtisei und den Oberhof mit allen Gerechtsamen an seinen Sohn Johann Franz um 2000 schwere Mk. Gdb.


Dieser erfreute sich des Genusses der Güter nur 7 Jahre. Er starb 1772 und hatte nur einen Sohn, der geistlich wurde. Deshalb gingen die Güter

an seine Witwe Theresia über, die sie ein Jahr später ihrem zweiten Mann, Johann Michael Luley aus Kronsdorf, in die Ehe brachte.

Aber schon 1787 wurde Theresia zum zweiten Mal Witwe und abermals nach Jahresfrist folgte sie ihrem 3, Mann, Johann Josef Fischer zum Altar.


1800 übergab Theresia ihre Güter ihren beiden Söhnen aus der Luley Ehe. Und zwar dem Johann Luley den Oberhof Nr. 64 samt Äckern und

Gefechtsamen. Dem Augustin Luley den Schank, Haus Nr. 12 und 90 mit Bier- und Branntweinscnank, Bäckerei- Mehl- und Kuchelspeishandlung.


Der Oberhof Nr. 64 war von nun an Scholtisei, Johann Luley war Scholze.


1770 Aufnahme des Dorfes nach dem Militärbuch, Reg. Johannesb.


Die fürstl. Unterthanen in der Gemeinde Saubsdorf besitzen 18 Hüben l Ruten mit 34 zinshaften Bauern, 11 Gärtnern und 45 Häuslern.


Johann Franz Ehrlich, Erbscholtiseibesitzer von l freyen Hüben Acker samt Kretscham, Schuster, Schneider und Fleischerei nebst einer Schmiede,

so bereits verkaufet, liegt sub Nr. 12 und Oberhof Nr. 64 mit 2 robotsamen Hüben. Bauern: Melcher Obeth Nr.2, hat 6 Rut, Franz Theuer 3,

hat 3 Rut, Friedrich Theuer 4 hat 3 Rut, Anton Harich 6 hat 9 Rut, Kaspar Sohmen 7 hat 9 Rut, Johann Geyer 9 hat 6 Rut, Johann Georg Geyer 10 hat 9 Rut,

Kaspar Werdecker 18 hat 9 Rut, Ignatz Werdecker 20 hat 9 Rut, Georg Franke 24 hat 6 Rut, Franz Werdecker 29 hat 6 Rut, Anton Kaps 41 hat 3 Rut,

Franz Becke 42 hat 3 Rut, Anton Sauer 45 hat 3 Rut, Lorenz Liemer47 hat 6 Rut, Ignatz Klein 48 hat 3 Rut, Anton Klein 56 hat 3 Rut,

Anton Werdecker 68 hat l Hube, 3 Rut, Georg Becke 69 hat 6 Rut, Anton Sohmen 7l hat 6 Rut, Anton Liehmer 72 hat 6 Rut,

Josef Hillebrarid 73 hat 3 Rut, Adam Frantke 75 hat 3 Rut, Melchior Becke 76 hat 3 Rut, Johann Georg Harich 77 hat


1 Hube, Georg Ahlich 78 hat 6 Rut, fürstliches Schloß und Vorwerk 79, Lorenz Beyer, Schmied 80, fürstl. Jägerei 81, Franz Ehrlich 90 hat 6 Rut,

Anton Fetter 92 hat 6 Rut, Anton Martin 95 hat 6 Rut, Johann Katzer 96 hat 3 Rut, Eglstachius Becke 97 hat 3 Rufe Josef Becke 98 hat 6 Rut,

Josef Theuer 99 hat 6 Rut, Melchior Schroth, Mehl Müller 100. Die fehlenden Nummern sind Gärtler und Häusler.


1800 Theresia Fischerin verkauft die Scholtisei ihrem Sohn Johann Luley, Haus Nr. 64 samt Gerechtigkeit, Oberhof, Fleischhackerei, Schneiderei,

Schuhmacherei, Schmiede, Kalich Urbar, Grundstücke, freie Hüben,


2 robotsame Hüben, große Stein Aecker. Gdb

 

 

 

 

 

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